| Die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus möchte Sie darauf aufmerksam machen, daß der Auftaktband der großen Theodor-Heuss-Edition "Stuttgarter Ausgabe" erschienen ist unter dem Titel:
Theodor Heuss: Erzieher zur Demokratie. Briefe 1945-1949, herausgegeben und bearbeitet von Ernst Wolfgang Becker, München: K. G. Saur 2007, 621 Seiten, 39,80 Euro ISBN 978-3-598-25121-2.
Der Band kann im Buchhandel oder im Theodor-Heuss-Haus (Feuerbacher Weg 46, 70192 Stuttgart) erworben werden.
ZUR EDITION UND ZUM AUFTAKTBAND: Unter dem Titel "Stuttgarter Ausgabe" gibt die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus eine Edition der Briefe, Reden, Schriften und Gespräche von Theodor Heuss heraus. Das Leben des ersten Staatsoberhaupts der Bundesrepublik Deutschland verkörpert eine bildungsbürgerliche und liberale Tradition deutscher Demokratiegeschichte im 20. Jahrhundert, die der Wiedererrichtung einer demokratischen Republik in Deutschland zu nachhaltigem Erfolg verhalf. Der umfangreiche Nachlass von Theodor Heuss ist von großer politischer und literarischer Qualität. Die Edition beginnt mit der Reihe der Briefe. Die weit verzweigte Korrespondenz bietet außergewöhnliche Einblicke in die weniger bekannten Seiten von Heuss sowie in eine wechselvolle Zeit.
Der Auftaktband der Edition ist jetzt erschienen unter dem Titel "Theodor Heuss: Erzieher zur Demokratie. Briefe 1945-1949". Theodor Heuss gehört zu den maßgeblichen Begründern eines politischen Neubeginns in Deutschland nach 1945. Schon kurz nach Kriegsende betraute ihn die amerikanische Besatzungsmacht mit der Herausgabe der "Rhein-Neckar-Zeitung", bald darauf mit der Leitung des württemberg-badischen "Kultministeriums". Als Landtagsabgeordneter und liberaler Parteipolitiker gewann er Ansehen in allen vier Besatzungszonen. Seine wichtigste Aufgabe fand er 1948/49 in den Verfassungsberatungen des Parlamentarischen Rates, in denen er entscheidend zur Entstehung des Grundgesetzes beitrug. Zudem plädierte der Publizist und Redner Heuss für eine moralische Erneuerung und schonungslose Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Deutschen unter dem nationalsozialistischen Regime. So war er seiner Zeit ein Erzieher zur Demokratie.
In den 220 ausgewählten und weitgehend noch unpublizierten Briefen von Theodor Heuss spiegeln sich seine aufregende Biographie und die dramatischen Zeitläufte bis zu seiner Wahl zum Bundespräsidenten im September 1949 wechselseitig. Sie sind das außergewöhnliche Zeugnis eines virtuosen Briefschreibers, der mit zahlreichen Zeitgenossen korrespondierte: mit Politikern, Publizisten, Schriftstellern, Künstlern und anderen Mitbürgern. Und schließlich ermöglichen die privaten Briefe an Familie und Freunde in einzigartiger Weise eine Annäherung an den Menschen Theodor Heuss.
Über weitere Publikationen der Stiftung informiert Sie unsere Homepage unter www.stiftung-heuss-haus.de
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