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120. Geburtstag
von Theodor Heuss in Brackenheim gefeiert
"Ersten Thron der Demokratie" übergeben |
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In seiner Geburtsstadt Brackenheim fand am
31.1.2004 die zentrale Feier zu Ehren von Theodor Heuss anläßlich
seines 120. Geburtstages statt. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste
übergab der Vorsitzende des Theodor-Heuss-Freundeskreises,
Richard Drautz, dem Theodor-Heuss-Musem den ehemaligen Präsidentenstuhl.
Neben Heuss hatten seine Nachfolger Heinrich Lübke und
Gustav Heinemann ihre Amtsgeschäfte von dem lederbezogenen
«Vierbeiner» geführt.
Heuss wurde 1884 in Brackenheim geboren. Die ersten sechs
Jahre seines Lebens verbrachte er in dem württembergischen
Weinort, bevor ihn ein Berufswechsel seines Vaters ins nahe
gelegene Heilbronn zog. Zwischen 1949 und 1959 repräsentierte
Heuss als Bundespräsident die noch junge Bundesrepublik
Deutschland. Nach einer bewegten Karriere starb er 1963 in
Stuttgart.
Bereits 1968 war im historischen Obertorhaus eine Gedächtnisstätte
mit Werken und Dokumenten aus dem Leben des Ehrenbürgers
eingeweiht worden. Aus dieser entwickelte sich das heutige
Theodor-Heuss-Museum, in dem sich seit der Wiedereröffnung
im Sommer 2000 mehr als 20.000 Besucher auf mehreren Ebenen
über die historische Persönlichkeit informierten.
Zu den Besuchern des Museums gehörten auch die beiden
Heuss-Nachfolger Roman Herzog und Johannes Rau.
"Ehre und Verpflichtung zugleich" war es für
Brackenheims Bürgermeister Rolf Kieser, diesen Jahrestag
festlich zu begehen. Gemeinsam mit der bundesunmittelbaren
Stiftung Bundespräsident-Theodor–Heuss-Haus und
der Theodor-Heuss-Stiftung zur Förderung der politischen
Bildung und Kultur e.V.( beide Sitz Stuttgart) lud die Stadt
Brackenheim ein zu einer Feierstunde in den Theodor-Heuss-Saal
des Bürgerzentrums.
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Krzysztof
Michalski erhält Theodor-Heuss-Preis
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| Der polnische Philosoph
Krzysztof Michalski wird mit dem diesjährigen
Theodor-Heuss-Preis geehrt. Der Gründer
und Rektor des Wiener Instituts für die Wissenschaften
vom Menschen spiele eine wichtige Rolle bei der Vertiefung
des politischen und kulturellen Dialogs zwischen Ost und
West, teilte die Theodor-Heuss-Stiftung am 20. Januar
in Stuttgart mit. Die Auszeichnung ist undotiert und soll
am 3. April in Stuttgart verliehen werden. |
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Mit den diesjährigen Theodor-Heuss-Medaillen werden
mehrere Initiativen ausgezeichnet: Neben den Jungen Europäischen
Föderalisten (JEF), einem unabhängigen Jugendverband
mit rund 15.000 Mitgliedern in Europa, gehört der Verein
MitOst zu den Preisträgern. Er will in ehrenamtlichen
Projekten vor allem die Begeisterung für Sprachen und
Kulturen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa fördern.
Auch PICUM, die «Platform for International Cooperation
on Undocumented Migrants», wird mit einer Medaille geehrt.
Die Organisation setzt sich europaweit für Menschen ohne
Papiere ein und will die Anerkennung ihrer Menschenrechte
unterstützen.
Michalski, 1948 geborener Pole mit österreichischer
Staatsbürgerschaft, trug nach Angaben der Stiftung zur
Befreiung vom Kommunismus in den achtziger Jahren bei. Später
förderte er nach Einschätzung der Stiftung zudem
die Entwicklung einer demokratischen Zivilgesellschaft in
Mittel- und Osteuropa. «Michalski und sein Institut
verbinden höchste intellektuelle Ansprüche mit den
Fragen politischer Umsetzbarkeit und besonderer Förderung
des Nachwuchses», heißt es in der Begründung
der Jury weiter. Als Professor an der Boston University in
den USA sei Michalski auch ein «wichtiger Mittler im
transatlantischen Dialog».
Die Theodor-Heuss-Stiftung wurde 1964 gegründet und
ehrt nach eigenen Angaben seit 1965 alljährlich Beispiele
für demokratisches Engagement, Zivilcourage und den Einsatz
für die Stärkung und Weiterentwicklung der Demokratie.
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Präsidentenstuhl
für Theodor Heuss Museum |
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Der 120. Geburtstag von Theodor Heuss am 31.
Januar hat in Brackenheim eine ganze Reihe von Aktivitäten
ausgelöst. Es erscheint eine Dokumentation in einer Auflage
von 3000 Stück zum Theodor-Heuss-Museum. Das Museum, das
sich als Besuchermagnet erwiesen hat, erhält zum Heuss-Geburtstag
den ehemaligen "Amtssitz" des ersten Bundespräsidenten.
Es ist der Präsidentenstuhl, den Heuss 1950 zunächst
als Serienprodukt bei der Steinheimer Firma Hugo Geiger erwarb
und von einem Buchbinder mit Lederbezug und Bundesadler "veredeln"
ließ. Der Stuhl, auf dem auch noch seine Nachfolger Heinrich
Lübke und Gustav Heinemann Platz nahmen, wurde 1974 vom
damaligen Ministerialdiregenten im Bundeskanzleramt, Peter Borowsky,
gekauft.
2003 kaufte ihn der Heilbronner FDP-Landtagsabgeordnete Richard
Drautz für den Theodor Heuss Freundeskreis. |
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Zur Erinnerung |
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40. Todestag von Theodor
Heuss am 12. Dezember 2003
" Vorbild und Verpflichtung" |
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Aus Anlass des 40. Todestages ehrte die Stadt
Brackenheim vergangenen Freitag ihren großen Sohn und
ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland mit
einer Kranzniederlegung vor am Gedenkstein gegenüber
des Theodor Heuss Museums.
Bürgermeister Rolf Kieser erinnerte im Namen der Stadt
Brackenheim und des Theodor-Heuss-Freundeskreises Baden-Württemberg
e.V. an „einen der ganz großen Staatsmänner
der Geschichte und außergewöhnlichen Menschen,
dem es Zeit seines Lebens gelungen war, in seinem amtlichen
und privaten Wirken die Sachlichkeit des Gelehrten mit der
Wärme des Humanisten zu verbinden.“
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Neu erschienene Publikationen
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Theodor Heuss: Erzieher zur Demokratie
Briefe 1945-1949, herausgegeben und bearbeitet von Ernst Wolfgang Becker, München: K. G. Saur 2007, 621 Seiten, 39,80 Euro ISBN 978-3-598-25121-2.
Theodor Heuss. Publizist – Politiker –
Präsident
Begleitband zur ständigen Ausstellung im Theodor-Heuss-Haus
Im Auftrag der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus
hg. v. Thomas Hertfelder und Christiane Ketterle mit einem
Vorwort von Ralf Dahrendorf, Stuttgart 2003.
Richard Schröder
Deutschlands Geschichte muss uns nicht um den Schlaf
bringen
Plädoyer für eine demokratische deutsche Erinnerungskultur,
Stuttgart 2003.
Politischer Irrtum im Zeugenstand
Die Protokolle des Untersuchungsausschusses des Württemberg-Badischen
Landtags aus dem Jahre 1947 zur Zustimmung zum "Ermächtigungsgesetz"
vom 23. März 1933. Herausgegeben und bearbeitet im Auftrag
der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und des
Landtags von Baden-Württemberg von Ernst Wolfgang Becker
und Thomas Rösslein, Stuttgart 2003.
Hans Vorländer (Hg.)
Zur Ästhetik der Demokratie.
Formen der politischen Selbstdarstellung, Stuttgart 2003. |
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